SKM Rastatt

Praxisberichte von Ehrenamtlichen des Vereins

Frau Beck

Ich betreue eine 86 jährige Frau, die allein stehend und hochgradig dement ist. Sie lebt seit vielen Jahren in einem Pflegeheim. Ich glaube nicht, dass sie mich bei meinen Besuchen wiedererkennt, aber sich freut sich darüber, dass sie Besuch bekommt.

Meine Betreute ist eine 51 jährige Frau, die geistig und körperlich behindert ist. Sie wohnt in einer Wohngruppe und arbeitet in der dazughörigen Behindertenwerkstatt. Die Arbeit dort macht ihr viel Freude und sie ist sehr fleißig. Ich knn mich mit ihr gut über alltägliche Dinge unterhalten. Gesellschaftsspiele und kleinere Unternehmungen mag sie besonders.

 Frau Stoll

Meine Betreute beantwortet nie die Fragen, die sie gestellt bekommt. Sie war am Anfang meiner Betreuung sehr, sehr problematisch. Sie gab sehr böse und abstoßende Äußerungen von sich. In vielen Gesprächen mit ihr und dem Personal des Heims, in dem sie lebt, bekam ich den Eindruck, dass sie sehr enttäuscht ist. Ich begann die Gespräche zu ordnen. Dass heißt, ich liess ihr kurz die Gelegenheit zu schimpfen. Dann erzählte ich ihr etwas  z.B. was ich gerade im Flur sah. Frauen die sangen, sprach über die neue Dekoration, brachte ihr Saft mit oder Kleidung (bezahlt vom Bekleidungsgeld). Sie probierte die Sachengleich an und wurde zufriedener. Seit ca. 3 Monaten schimpft sie so gut wie gar nicht mehr, ist zusehends entspannter (auch gegenüber dem Personal). Sie dankt sich für den Besuch, das ist oft der einzige konkrete Satz, den sie spricht. Zuletzt verblüffte sie mich mit der Aussage: „Es ist doch jetzt alles gut, das merkst du doch!“